WISSEN

ÜBERNOMMENE GEFÜHLE

Übernommene Gefühle:

Was ist meins - und was hab ich übernommen?

Du fühlst Angst, obwohl Du eigentlich weißt, dass gerade nichts passieren kann.
Du fühlst Dich verantwortlich, obwohl es rational betrachtet gar nicht Deine Verantwortung ist.
Du fühlst Schuld, obwohl Du nichts falsch gemacht hast.


Das Gefühl ist da. Es ist real. Aber passt es wirklich zu Dir und zu dem, was gerade in Deinem Leben passiert?


Genau diese Frage meine ich, wenn ich von „übernommenen Gefühlen“ spreche.


In meiner Arbeit erlebe ich immer wieder Menschen, deren Gefühle oder Reaktionen sich allein aus ihrer aktuellen Lebenssituation nicht erklären lassen. In der systemischen Aufstellung schauen wir deshalb nicht nur auf die Person selbst, sondern auch auf ihr Familiensystem und die Beziehungen und Dynamiken darin.


Dabei kann sichtbar werden, dass ein Gefühl in einem größeren familiären Zusammenhang Sinn ergibt.



Die entscheidende Frage ist deshalb nicht immer: Warum fühle ich das?
Sondern manchmal: Gehört dieses Gefühl überhaupt zu mir?


Was sind übernommene Gefühle?

Mit „übernommenen Gefühlen“ beschreibe ich Gefühle, Reaktionen oder innere Zustände, die ein Mensch erlebt, die aber nicht vollständig zu seiner aktuellen Lebenssituation zu passen scheinen.


Vielleicht kennst Du das: Dein Kopf sagt Dir längst, dass alles in Ordnung ist – aber Dein Gefühl reagiert vollkommen anders.


Oder eine Situation löst eine Intensität in Dir aus, die Du Dir selbst nicht erklären kannst.


Aus systemischer Perspektive lohnt sich dann der Blick über die eigene Person hinaus. Denn wir wachsen nicht unabhängig von unserer Familie auf. Wir lernen, wie mit Nähe, Konflikten, Verantwortung, Erfolg, Verlust, Geld oder Schuld umgegangen wird. Wir übernehmen Rollen, Regeln und Erwartungen – manches ausdrücklich, vieles unbewusst.


In meiner Aufstellungsarbeit begegnet mir darüber hinaus noch eine andere Möglichkeit: Ein Gefühl kann sich in einer Aufstellung so zeigen, als würde ein Mensch es stellvertretend für eine andere Person seines Familiensystems tragen.


Das bedeutet nicht, dass wir von vornherein davon ausgehen, dass Deine Angst eigentlich die Angst Deiner Mutter oder Deine Schuld die Schuld Deines Großvaters ist. Eine solche Zuordnung wäre viel zu einfach.


Wir schauen stattdessen darauf, wo ein Gefühl innerhalb des aufgestellten Systems stimmig erscheint.


Manchmal entsteht dabei die Hypothese, dass das Gefühl in Verbindung mit der Erfahrung eines anderen Familienmitglieds verständlicher wird als allein durch die Lebensgeschichte der Person, die heute damit zu mir kommt.


Genau deshalb stelle ich nicht die Behauptung an den Anfang, dass ein Gefühl „übernommen“ sein muss.


Wir schauen hin.


Wo ergibt dieses Gefühl Sinn?
Wann taucht es auf?
Zu wem oder zu welcher Geschichte könnte es in Beziehung stehen?
Was verändert sich, wenn wir das gesamte Familiensystem betrachten?



Und manchmal zeigt sich dabei ein Zusammenhang, der vorher nicht sichtbar war.


Ein Gefühl kann sich vollkommen nach Dir anfühlen. Und trotzdem kann es sich lohnen zu fragen, ob seine Geschichte wirklich bei Dir begonnen hat.


„Ein Gefühl kann sich vollkommen echt anfühlen – und trotzdem lohnt sich die Frage, wo es seinen Ursprung hat.“

Du bist nicht das, was Du fühlst.

Woran kann ich ein möglicherweise übernommenes Gefühl erkennen?

Es gibt keinen eindeutigen Test, mit dem Du feststellen kannst: Dieses Gefühl ist meins – und dieses nicht.


Es gibt aber Situationen, bei denen ich in meiner Arbeit genauer hinschaue.


Zum Beispiel, wenn …


die Intensität Deines Gefühls nicht zur aktuellen Situation passt.


Du rational längst verstanden hast, dass keine Gefahr besteht, Dein Gefühl aber trotzdem unverändert bleibt.


bestimmte Gefühle immer wieder in ähnlichen Situationen auftauchen, obwohl Du Dir vorgenommen hast, anders zu reagieren.


Du Dich für Menschen oder Situationen verantwortlich fühlst, für die Du objektiv keine Verantwortung trägst.


Du Schuld empfindest, obwohl Du nicht benennen kannst, was Du eigentlich falsch gemacht haben sollst.


Du eine starke Angst, Traurigkeit oder Anspannung spürst und nicht erklären kannst, woher sie kommt.


Du denkst: „Ich weiß, dass meine Reaktion gerade überhaupt keinen Sinn ergibt – aber ich kann sie trotzdem nicht verändern.“


Keiner dieser Punkte bedeutet automatisch, dass Du ein Gefühl übernommen hast.


Für mich sind sie eine Einladung, genauer hinzuschauen.



Denn manchmal finden wir die Erklärung in Deiner eigenen Geschichte. Und manchmal wird erst mit Blick auf Dein Familiensystem eine Verbindung sichtbar, durch die Deine Reaktion plötzlich nachvollziehbar wird.


Warum fühlt es sich trotzdem nach mir an?

Weil Du es fühlst.


Wenn Dein Körper mit Angst reagiert, fühlst Du Angst. Wenn Du Schuld empfindest, fühlst Du Schuld. Wenn Du Dich verantwortlich fühlst, ist dieses Verantwortungsgefühl für Dich in diesem Moment real.


Du läufst schließlich nicht durch Dein Leben und denkst:

„Interessant. Dieses Gefühl könnte möglicherweise meiner Großmutter gehören.“


Du denkst:

„Ich habe Angst.“
„Ich bin schuld.“
„Ich muss mich kümmern.“
„Ich darf das nicht.“


Und genau darin liegt für mich ein entscheidender Unterschied:


Ein Gefühl wahrzunehmen und sich über dieses Gefühl zu definieren, ist nicht dasselbe.


Du kannst Angst fühlen, ohne ein ängstlicher Mensch zu sein.
Du kannst Schuld fühlen, ohne schuldig zu sein.
Du kannst Verantwortung spüren, ohne tatsächlich verantwortlich zu sein.


Und wenn sich in einer Aufstellung die Hypothese zeigt, dass ein Gefühl mit der Geschichte einer anderen Person im Familiensystem verbunden sein könnte, entsteht eine neue Frage:


Was verändert sich, wenn Du dieses Gefühl nicht länger als Beweis dafür nimmst, wer Du bist?



Genau deshalb sage ich:


Du bist nicht das, was Du fühlst.


Wie können familiäre Dynamiken über Generationen wirken?

Wir wachsen nicht losgelöst von den Menschen auf, die vor uns da waren.


In jeder Familie gibt es Erfahrungen, Werte, Regeln und Vorstellungen darüber, wie man sich verhält. Wie viel Nähe erlaubt ist. Wer Verantwortung übernimmt. Wie mit Konflikten umgegangen wird. Was Erfolg bedeutet. Ob über Geld gesprochen wird. Wer stark sein muss. Und was lieber nicht ausgesprochen wird.


Vieles davon lernen wir ganz selbstverständlich innerhalb unserer Familie – durch das, was uns gesagt wird, aber auch durch das, was wir beobachten und erleben.


So können sich Verhaltensweisen, Rollen, Erwartungen und Beziehungsmuster über Generationen hinweg fortsetzen, ohne dass jemand bewusst entschieden hat: Das machen wir in unserer Familie ab jetzt so.


Aus meiner systemischen Arbeit kenne ich darüber hinaus noch eine andere Ebene.


In Aufstellungen erlebe ich immer wieder Situationen, in denen ein heutiges Gefühl oder Verhalten in Verbindung mit der Geschichte eines früheren Familienmitglieds plötzlich verständlicher erscheint.


Vielleicht gab es einen Verlust, über den nie gesprochen wurde. Eine Person, die ausgeschlossen wurde. Eine Verantwortung, die jemand sehr früh übernehmen musste. Einen Konflikt, der nie geklärt wurde. Oder eine Erfahrung, die für die Familie prägend war.


In einer Aufstellung kann daraus die Hypothese entstehen, dass eine heutige Reaktion nicht nur mit der eigenen Biografie zusammenhängt, sondern in Beziehung zu dieser Familiengeschichte steht.


Das ist der Moment, den ich in meiner Arbeit besonders spannend finde.

Denn plötzlich verändert sich die Frage.


Nicht mehr nur:

„Was stimmt mit mir nicht?“


Sondern:

„Wo könnte das, was ich fühle, in meiner Familie Sinn ergeben?“

Und manchmal eröffnet genau diese Frage einen vollkommen neuen Blick auf das eigene Erleben.


Das ist mir dabei wichtig

Eine Aufstellung beweist nicht, dass ein bestimmtes Gefühl von einer bestimmten Person übernommen wurde. Sie kann Zusammenhänge und mögliche Dynamiken sichtbar machen, mit denen wir anschließend arbeiten können.


Für mich geht es deshalb nicht darum, möglichst schnell jemanden in der Familiengeschichte zu finden, dem ein Gefühl „gehört“.


Es geht darum, zu unterscheiden.


Was ist Deine eigene Geschichte?
Was hast Du gelernt?
Welche Rolle hast Du übernommen?
Und wo zeigt sich möglicherweise eine Verbindung zu etwas, das schon vor Dir Teil Deines Familiensystems war?


Je klarer diese Unterschiede werden, desto weniger musst Du alles, was Du fühlst, automatisch für eine Aussage darüber halten, wer Du bist.


Was hat das mit Unternehmerkindern zu tun?

In einer Unternehmerfamilie gibt es selten nur die Familie auf der einen und das Unternehmen auf der anderen Seite.


Beides ist miteinander verbunden.


Dein Vater ist vielleicht gleichzeitig Dein Vater und Dein Geschäftsführer. Deine Schwester ist Deine Schwester und gleichzeitig Deine Geschäftspartnerin. Eine Entscheidung über Deine berufliche Zukunft kann gleichzeitig eine Entscheidung über Zugehörigkeit, Anerkennung und Loyalität innerhalb Deiner Familie sein.


Und genau deshalb können Gefühle entstehen, die sich rational nur schwer erklären lassen.


Du weißt vielleicht, dass Du und Deine Schwester im Unternehmen den gleichen Status haben – und fühlst Dich ihr trotzdem nicht ebenbürtig.


Du möchtest eine andere Entscheidung treffen als Deine Eltern – und spürst Schuld, obwohl niemand Dir ausdrücklich verbietet, Deinen eigenen Weg zu gehen.


Du trägst Verantwortung für das Unternehmen und merkst gleichzeitig, dass sich diese Verantwortung viel größer anfühlt als Deine eigentliche Aufgabe.


Oder Du hast das Familienunternehmen längst verlassen – und bist innerlich trotzdem noch stärker daran gebunden, als Du möchtest.


In meiner Arbeit mit Unternehmerkindern interessiert mich deshalb nicht nur:


Was passiert gerade im Unternehmen?


Sondern auch:

Wer bist Du in Deiner Familie?
Welche Rolle hast Du dort?
Was wird von Dir erwartet – ausgesprochen oder unausgesprochen?
Wem gegenüber fühlst Du Dich verantwortlich?
Und welche Gefühle tauchen auf, sobald Du beginnst, Deinen eigenen Weg zu gehen?


Dabei kann sich zeigen, dass ein Konflikt, der heute im Unternehmen, in Deiner Partnerschaft oder in Dir selbst auftaucht, in einem größeren familiären Zusammenhang steht.


Und manchmal entsteht in einer Aufstellung die Hypothese, dass ein Gefühl, das Du bisher selbstverständlich für Deines gehalten hast, stellvertretend mit der Geschichte oder Erfahrung einer anderen Person in Deinem Familiensystem verbunden sein könnte.


Dann wird aus:

„Warum bekomme ich das einfach nicht hin?“



eine vollkommen andere Frage:

„Was davon gehört eigentlich zu mir?“


Was ist Deins? Was hast Du übernommen? Und was darf dort bleiben, wo es hingehört?

Wie ich mit übernommenen Gefühlen arbeite

Wenn Du mit einem Gefühl zu mir kommst, das Du Dir nicht erklären kannst, entscheide ich nicht vorab, ob dieses Gefühl Deins ist oder ob Du es möglicherweise übernommen hast.


Wir stellen es auf.


Im Einzelsetting arbeitest Du mit Playmobilfiguren und stellst Dein inneres Bild der Situation vor Dir auf. Dadurch wird etwas, das bisher nur in Dir stattgefunden hat, von außen sichtbar.


Du bekommst die Vogelperspektive auf Dein eigenes System.


Gleichzeitig nehme ich während einer Aufstellung das System und seine Dynamiken über meine Körperresonanz wahr. Ich spüre, wo sich etwas verändert, wo Spannung entsteht und wo eine Verbindung zwischen Personen oder Positionen im System auftaucht.


Diese Wahrnehmung ist für mich kein Beweis dafür, was „wirklich passiert ist“. Sie ist ein Teil meiner Arbeitsweise und gibt mir Hinweise darauf, wo wir genauer hinschauen können.


Und dann kommt etwas, das mir besonders wichtig ist:


Ich erkläre Dir, was ich wahrnehme.


Sachlich. Verständlich. So, dass Dein Kopf mitkommen kann.


Denn ich möchte nicht, dass Du eine Aufstellung verlässt und nur weißt: Da ist irgendetwas passiert.


Ich möchte, dass Du verstehst, welche Dynamik wir gesehen haben, wo Dein Gefühl möglicherweise seinen Ursprung hat und warum Dein bisheriges Verhalten innerhalb dieses Zusammenhangs Sinn ergeben kann.


Wenn sich zeigt: Dieses Gefühl könnte nicht zu Dir gehören

Manchmal zeigt sich innerhalb einer Aufstellung eine Konstellation, in der ein Gefühl bei einer anderen Person oder an einer anderen Stelle im Familiensystem stimmiger erscheint.


Dann arbeiten wir mit einer Imagination.


Du kannst Dir dabei vorstellen, das Gefühl dorthin zurückzugeben, wo es innerhalb der Aufstellung seinen Platz gefunden hat.

Nicht, weil wir damit beweisen könnten, dass dieses Gefühl tatsächlich von dieser Person stammt.


Sondern weil diese innere Bewegung Dir ermöglichen kann, Dich von etwas zu unterscheiden, das Du bisher selbstverständlich als Teil von Dir erlebt hast.


Und genau auf diesen Moment achte ich besonders.


Wenn sich Dein Nervensystem entspannt.
Wenn sich etwas in Deinem Körper verändert.
Wenn Du plötzlich anders auf die aufgestellte Situation schauen kannst.


Nicht:

„Dieses Gefühl darf nicht da sein.“


Sondern:

„Ich kann dieses Gefühl wahrnehmen, ohne es automatisch zu mir machen zu müssen.“


Das ist für mich ein wesentlicher Unterschied.





Ich sehe, was Du nicht siehst.
Und ich erkläre Dir, was ich sehe.

Häufige Fragen zu übernommenen Gefühlen

  • Kann man Gefühle von anderen Familienmitgliedern übernehmen?

    Aus systemischer Sicht kann die Hypothese entstehen, dass ein Gefühl mit der Erfahrung oder Geschichte eines anderen Familienmitglieds verbunden ist und stellvertretend erlebt wird.


    In meiner Aufstellungsarbeit begegnen mir immer wieder Situationen, in denen ein Gefühl zunächst nicht zur aktuellen Lebenssituation eines Menschen zu passen scheint. In der Aufstellung kann sich dann zeigen, dass dieses Gefühl im Zusammenhang mit einer anderen Person oder einer früheren Erfahrung innerhalb des Familiensystems verständlicher wird.


    Eine Aufstellung beweist jedoch nicht, dass ein Gefühl tatsächlich von einer bestimmten Person „übernommen“ wurde. Sie macht mögliche Zusammenhänge sichtbar, mit denen wir weiterarbeiten können.

  • Woran erkenne ich, ob ein Gefühl wirklich meines ist?

    Es gibt keinen eindeutigen Test dafür. Ein Hinweis kann sein, dass die Stärke oder Art eines Gefühls nicht zu Deiner aktuellen Situation zu passen scheint.


    Vielleicht weißt Du rational, dass Du nicht verantwortlich bist – fühlst Dich aber trotzdem verantwortlich. Oder Du empfindest Angst, Schuld oder Traurigkeit in einer Intensität, die Du aus Deiner eigenen Geschichte nicht erklären kannst.


    Das bedeutet nicht automatisch, dass das Gefühl übernommen ist. Für mich ist es ein Grund, genauer hinzuschauen: Wo ergibt dieses Gefühl Sinn?

  • Warum fühlt sich ein übernommenes Gefühl trotzdem wie mein eigenes an?

    Weil Du das Gefühl tatsächlich erlebst. Unabhängig davon, wo wir seinen möglichen Ursprung vermuten, findet das Erleben in Dir statt.


    Genau deshalb kann es so schwer sein, zwischen dem eigenen Gefühl und einem möglichen familiären Zusammenhang zu unterscheiden.


    Für mich ist dabei entscheidend: Nur weil Du etwas fühlst, muss dieses Gefühl nicht definieren, wer Du bist.

  • Können übernommene Gefühle über mehrere Generationen weitergegeben werden?

    Familien können Verhaltensweisen, Rollen, Erwartungen und den Umgang mit Gefühlen über Generationen weitergeben. Darüber hinaus können in der systemischen Aufstellungsarbeit mögliche Verbindungen zu Erfahrungen früherer Generationen sichtbar werden.


    Dabei unterscheide ich bewusst: Dass Familienerfahrungen nachfolgende Generationen prägen können, bedeutet nicht automatisch, dass sich jedes heutige Gefühl eindeutig einer bestimmten Person oder einem bestimmten Ereignis in der Familiengeschichte zuordnen lässt.


    Eine Aufstellung kann eine solche Verbindung als mögliche Dynamik sichtbar machen – nicht als historischen Beweis.

  • Was haben übernommene Gefühle mit transgenerationalen Mustern zu tun?

    Transgenerationale Muster beschreiben Zusammenhänge, die sich über mehrere Generationen einer Familie hinweg zeigen können – beispielsweise bestimmte Rollen, Verhaltensweisen, Erwartungen oder Formen des Umgangs mit Konflikten und Gefühlen.


    Ein möglicherweise übernommenes Gefühl kann innerhalb einer Aufstellung als Teil eines solchen größeren Zusammenhangs erscheinen.


    Für mich ist deshalb nicht nur interessant, was Du fühlst, sondern auch: Wo könnte dieses Gefühl innerhalb Deiner Familiengeschichte Sinn ergeben?

  • Kann eine systemische Aufstellung feststellen, von wem ein Gefühl stammt?

    Eine systemische Aufstellung kann nicht objektiv beweisen, von welcher Person ein Gefühl stammt.


    Sie kann jedoch Beziehungen, Positionen und mögliche Dynamiken innerhalb eines Systems sichtbar machen. Dabei kann sich die Hypothese ergeben, dass ein Gefühl in Verbindung mit einer bestimmten Person oder Erfahrung im Familiensystem verständlicher wird.


    Wir schauen gemeinsam darauf, was sich im aufgestellten System zeigt und was sich dadurch für Dich verändert.

  • Was kann ich tun, wenn ich das Gefühl habe, etwas aus meiner Familie übernommen zu haben?

    Der erste Schritt ist nicht, das Gefühl möglichst schnell loszuwerden, sondern es genauer anzuschauen und zu unterscheiden.


    Wann tritt es auf? Passt seine Intensität zur Situation? Kennst Du ähnliche Themen aus Deiner Familie? Welche Verantwortung, Rolle oder Erwartung könnte damit verbunden sein?


    Genau dafür habe ich auch „Die unsichtbare Erbschaft“ entwickelt: 21 Fragen, mit denen Du beginnen kannst zu erkennen, was Du möglicherweise aus Deiner Familie übernommen hast.


    Wenn Du ein konkretes persönliches Thema tiefer anschauen möchtest, kann eine 1:1-Aufstellung eine weitere Möglichkeit sein.

Du möchtest herausfinden, was wirklich Deins ist?

Vielleicht hast Du beim Lesen bereits an ein Gefühl gedacht, das Du Dir schon lange nicht erklären kannst.


Vielleicht erkennst Du eine Rolle, die Du in Deiner Familie übernommen hast. Eine Verantwortung, die sich selbstverständlich anfühlt. Oder ein Muster, von dem Du längst weißt, dass Du es verändern möchtest – und trotzdem gelingt es Dir nicht.


Dann kannst Du anfangen, genauer hinzuschauen.


Die unsichtbare Erbschaft
21 Fragen, mit denen Du erkennst, was Du aus Deiner Familie übernommen hast.


Ein Workbook für Deinen ersten eigenen Blick auf die Regeln, Rollen, Erwartungen, Gefühle und Dynamiken, die Dich geprägt haben.


Du kannst es ausdrucken, direkt hineinschreiben und Dich Frage für Frage damit beschäftigen:


Was davon gehört zu mir – und was vielleicht nicht?

Die unsichtbare Erbschaft entdecken

Wenn Du Dein persönliches Thema aufstellen möchtest


Manche Zusammenhänge lassen sich allein durch Nachdenken nicht greifen.


In einer 1:1-Aufstellung schauen wir gemeinsam auf Dein konkretes Thema. Du stellst Dein inneres Bild mit Figuren auf und wir machen sichtbar, welche Beziehungen und Dynamiken darin wirken.


Nicht mehr als nötig. Nicht weniger als nötig.



Hier geht es um Dich.



1:1 Aufstellung ansehen

Du bist nicht das, was Du fühlst.
Aber Du darfst herausfinden, was davon wirklich zu Dir gehört.